Was ist Nesselsucht (Urtikaria)?

nesselsucht (urtikaria)
Was ist Nesselsucht Blog Pic mit Sophia Neisinger

Nesselsucht kommt in den meisten Fällen von alleine und geht irgendwann wieder von alleine weg. Wann die Krankheit wieder geht, lässt sich aber meistens nicht sagen.

Man unterscheidet die akute Nesselsucht mit weniger als 6 Wochen Dauer der Erkrankung von der länger anhaltenden chronischen Nesselsucht.

Wenn deine Beschwerden mehr als 6 Wochen anhalten, nennt man die Nesselsucht eine chronische Nesselsucht. Diese kann Jahre, im Einzelfall auch Jahrzehnte, andauern.

Die Symptome von Nesselsucht

Nesselsucht ist gekennzeichnet durch das plötzliche Auftreten von juckenden, rötlichen Quaddeln. Diese können manchmal auch brennen. Die Quaddeln bleiben eher kurz auf der Haut, von wenigen Minuten bis 24 Stunden. 

 Quaddel bei Nesselsucht

Beispiel für eine Quaddel bei Nesselsucht


Außerdem kann es bei Nesselsucht zu Schwellungen auf der Haut kommen, sogenannten Angioödemen. Diese bleiben etwas länger bestehen, bis zu 72 Stunden. Sie können jucken, kribbeln oder brennen, tun es häufig aber nicht. Manchmal merkt man sie auch nur, weil sie ,,da sind”, denn eine Augen- oder Lippenschwellung bleibt nicht unbemerkt.

 Angioödem bei Nesselsucht

Beispiel für ein Angioödem bei Nesselsucht

Die Formen von Nesselsucht

Die Nesselsucht, in der Fachsprache Urtikaria genannt, kann ein breites Spektrum an Erscheinungsformen und Subtypen aufweisen. Die Nesselsucht wird, wie wir bereits wissen, in ihre Dauer unterteilt: die akute Nesselsucht dauert weniger als 6 Wochen und die chronische Nesselsucht dauert mehr als 6 Wochen.

Die chronische Nesselsucht lässt sich weiter in die chronische spontane Nesselsucht (bei der die Symptome wie Quaddeln und Angioödeme plötzlich und ohne erkennbaren Auslöser auftreten) und in die induzierbare Nesselsucht einteilen.

Bei der chronischen spontanen Nesselsucht können Faktoren wie Stress, Medikamente und Infektionen die Symptome verschlimmern. Quaddeln und Angioödeme treten aber auch ohne diese Faktoren auf. Es ist aber wichtig zu wissen, dass sie nicht der Auslöser für die Symptome sind.

Bei der chronischen induzierbaren Nesselsucht bzw. Urtikaria sieht dies schon anders aus. Hier treten die Beschwerden nur dann auf, wenn die Patienten bestimmten Auslöser ausgesetzt sind. Dies können zum Beispiel physikalische Faktoren wie Druck, Vibration, Kälte, Hitze und Licht sein. Die häufigsten Formen sind hier der symptomatische Dermographismus (Auslöser sind Reiben oder Kratzen auf der Haut) und die Kälteurtikaria.

Als Untergruppe innerhalb der chronischen induzierbaren Nesselsucht, also der Nesselsucht mit externen Auslösern, zählt auch die cholinergische Urtikaria (Auslöser ist ein Anstieg der Körpertemperatur durch zum Beispiel Sport o.ä.) und die aquagene Urtikaria (umgangssprachlich auch als Wasserallergie bekannt).

Ein Großteil der Patienten leidet an der chronischen spontanen Nesselsucht. Die chronischen induzierbaren Formen der Nesselsucht sind seltener. Patienten können aber durchaus mehrere Nesselsucht/Urtikaria Formen haben, zum Beispiel eine chronische spontane Urtikaria und einen symptomatischen Dermographismus.

Schaubild Formen der Nesselsucht

Die Formen der Urtikaria / Nesselsucht

 

Ursachen und Behandlung der akuten Nesselsucht

Die akute Nesselsucht ist ziemlich häufig und wird etwa 20% aller Menschen im Laufe ihres Lebens einmal treffen. Die Symptome wie juckende oder brennende Quaddeln und Angioödeme halten weniger als 6 Wochen an. Die Beschwerden können teilweise auch sehr lästig sein. In den meisten Fällen klingen sie jedoch innerhalb weniger Tage bis Wochen ab.

Die Ursache bei akuter Nesselsucht

Die Ursache ist nicht immer eindeutig; die akute Nesselsucht kann zum Beispiel durch einen Infekt wie eine Grippe ausgelöst worden sein. Eine andere Ursache kann die Einnahme eines Medikamentes sein, wie Schmerzmittel (Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac) oder Antibiotika. Die zugrunde liegende Ursache bleibt jedoch bei den meisten Patienten der akuten Nesselsucht unentdeckt.

Die Behandlung bei akuter Nesselsucht

Die akute Urtikaria beziehungsweise akute Nesselsucht geht schnell vorbei, weshalb man für diesen Zeitraum die Symptome, wenn sie den Patienten beeinträchtigen, behandelt. Die Behandlung erfolgt mit Antihistaminika.

Es kann hilfreich für die Zukunft sein, mögliche Ursachen zu analysieren, die diese Hautreaktion ausgelöst haben könnten. In seltenen Fällen kann eine Nesselsucht auf einer allergischen Reaktion beruhen. 

Eine Nesselsucht ist jedoch keine Allergie.

 Häufiger führen bestimmte entzündungshemmenden Arzneimittel (z.B. nichtsteroidale Antirheumatika) und Infekte zu einer akuten Nesselsucht. Bei den meisten Patienten von akuter Urtikaria bleibt die Ursache jedoch unentdeckt. 

Ursachen und Behandlung der chronisch spontanen Nesselsucht

Die chronische spontane Nesselsucht ist gekennzeichnet durch das plötzliche und ohne erkennbaren Auslöser Auftreten von Quaddeln und Angioödemen (Schwellungen) auf der Haut. Bei der chronischen spontanen Nesselsucht können Faktoren wie Stress, Medikamente und Infektionen die Symptome verschlimmern. Es ist aber wichtig zu wissen, dass sie nicht der Auslöser sind.

Die Ursache bei chronischer spontaner Nesselsucht

Die Urtikaria oder Nesselsucht entsteht als Folge der Aktivierung bestimmter Zellen des körpereigenen Immunsystems, den so genannten Mastzellen. Mastzellen sind in der Regel im Magen-Darm-Trakt, in der Haut und in den Atemwegen zu finden. Bei der chronischen Nesselsucht wird die Aktivierung der Mastzellen in der Haut durch die Produktion von Antikörpern gegen körpereigene Stoffe ausgelöst. (Bei einer Allergie zum Beispiel richtet sich das Immunsystem gegen Stoffe von außen.) Dabei richtet sich das Immunsystem also nicht (nur) gegen von außen eingedrungene Fremdkörper, sondern auf Grund eines “Fehlers” eben (auch) gegen körpereigene Stoffe. Das führt dann dazu, dass in den Mastzellen vorhandene Stoffe wie z.B. Histamin in die Umgebung freigesetzt wird, was zu einer Reizung der Nervenenden und so zu Juckreiz führen kann. Die Blutgefäße erweitern sich, lassen Flüssigkeit austreten und dadurch treten Rötungen und Schwellungen auf, die Quaddeln und Angioödeme. 

Verschiedene Faktoren können die Symptome auslösen oder verschlimmern, sind aber nicht die Ursache der Urtikaria selbst. Zu den am häufigsten nachgewiesenen “Verstärkern” bzw. Triggern von Beschwerden bei der chronischen spontanen Urtikaria bzw. Nesselsucht gehört Stress. Bis zu 30% der Patienten sehen Stress als einen verschlimmernden Faktor ihrer Krankheit an. Zusätzliche Trigger können bestimmte Medikamente (besonders nicht steroidale Antirheumatika also Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac, ASS) und Infektionen sein.

Die Behandlung bei chronischer spontaner Nesselsucht

Die chronische spontane Urtikaria kommt von alleine und geht auch wieder von alleine weg. Dies kann mehrere Monate, teilweise leider auch Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern.

Derzeit gibt es keine Heilung für chronische spontane Urtikaria. In den meisten Fällen können die Symptome jedoch kontrolliert werden. Dafür muss die Therapie in manchen Fällen auch mehrfach angepasst werden, bis die passende Therapie zur Kontrolle der Beschwerden gefunden wird. Daher auch der Urtikaria Leitsatz: Never give up!

Generell raten die ärztlichen Leitlinien von allgemeinen Untersuchungen nach Ursachen der Urtikaria ab. Wichtiger ist nach der Diagnose der chronischen spontanen Urtikaria die effektive Behandlung der Symptome. Auch die Vermeidung der oben genannten Trigger wie Stress kann helfen, sollte aber die effektive Behandlung nicht verzögern.

Die wichtigste Therapie ist die Erstlinientherapie der chronischen spontanen Urtikaria mit Antihistaminika. Empfohlen werden moderne Antihistaminika, die nicht müde machen (Antihistaminika der 2. Generation, zum Beispiel Loratadin oder Desloratadin). Die Dosis kann in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt bis auf das Vierfache erhöht werden, wenn sich die Symptome mit einer einzelnen Dosis nicht kontrollieren lassen (sogenannter Off-Label Use). Es gibt freiverkäufliche Antihistaminika und verschreibungspflichtige Antihistaminika. Wenn die Diagnose einer chronischen spontanen Urtikaria steht, wird das Antihistaminikum auch von der Krankenkasse bezahlt.
Falls Antihistaminika die Symptome nicht lindern, geht man zur Zweitlinientherapie mit Omalizumab über. 

Tipp: Viele weitere Infos findest du dazu auch in unserem umfangreichen Online-Kurs mit dem Urtikaria-Experten Professor Maurer..

Ursachen und Behandlung der chronischen induzierbaren Nesselsucht

Die chronische induzierbare Urtikaria macht ein Drittel der Fälle der chronischen Urtikaria aus und ist durch wiederkehrende juckende Quaddeln, Angioödeme oder beides gekennzeichnet. Diese Symptome treten jedoch nicht plötzlich, wie bei der chronischen spontanen Urtikaria auf, sondern werden durch verschiedene Reize ausgelöst wie beispielsweise Kälte, Hitze, Bewegung, Druck, Sonnenlicht, Vibration, Wasser usw.
Patienten können auch mehr als eine Form von chronischer induzierbarer Urtikaria haben oder auch eine chronische spontane Urtikaria UND eine chronische induzierbare Urtikaria.

Die chronische induzierbare Nesselsucht kann mit Provokationstests durch den Arzt getestet werden. Dazu zählt zum Beispiel bei der Kälteurtikaria ein Test, bei dem die Haut mit einem kalten Gegenstand berührt wird. Ganz wichtig: Dies sollte nur von einem Arzt durchgeführt werden, da Kälteurtikaria die einzige Form der Urtikaria ist, wo es lebensbedrohlich werden kann.

Der symptomatische Dermographismus

Der symptomatische Dermographismus ist die häufigste Form der chronischen induzierbaren Urtikaria. Er ist durch die Entwicklung von juckenden oder brennenden Quaddeln gekennzeichnet, die durch Reiben oder Kratzen hervorgerufen werden. Die juckenden Quaddeln treten innerhalb von wenigen Minuten nach dem Kratzen an der gleichen Stelle auf. Der symptomatische Dermographismus wird vom einfachen Dermographismus unterschieden.

Die Ursache beim symptomatischen Dermographismus

Die Ursache für den symptomatischen Dermographismus ist noch nicht bekannt.

Testung beim symptomatischen Dermographismus:

Der symptomatische Dermographismus lässt sich durch eine ausführliche Befragung des Patienten und die Betrachtung von Fotos der Quaddeln feststellen. Patienten berichten über das Auftreten von gestreiften Quaddeln nach Kratzen oder Reiben. Die Diagnose kann durch Provokationstests mit einem Holzspatel oder speziellen Instrumenten wie Dermographometern (Fric-Test) bestätigt werden. Dabei wird fester Druck in streichenden Bewegungen auf die Haut ausgeübt. Treten innerhalb von 10 Minuten nach der Provokation juckende Quaddeln auf, gilt dies als positiver Hinweis auf symptomatischen Dermographismus.

 Streifen auf der Haut bei symptomatischen Dermographismus

Behandlung beim symptomatischen Dermographismus

Die Behandlung des symptomatischen Dermographismus besteht darin, die auslösenden Reize so weit wie möglich zu vermeiden. Dies beinhaltet zum Beispiel das Tragen von lockerer Kleidung und das Vermeiden von Dingen, die die Haut reizen können, wie beispielsweise eine Halskette. Um die Symptome zu lindern, kann eine ähnliche Behandlung wie bei der chronischen spontanen Urtikaria in enger Absprache mit dem Arzt erfolgen. Das beinhaltet die Medikation mit modernen Antihistaminika sowie, falls Antihistaminika nicht ausreichen, mit Omalizumab (hier braucht man aber die Zustimmung der Krankenkasse, denn Omalizumab ist kein offiziell zugelassenes Medikament für den symptomatischen Dermographismus).

Die Kälteurtikaria oder fälschlicherweise “Kälteallergie”

Diese Form der Nesselsucht ist die zweithäufigste induzierbare Nesselsucht/Urtikaria. Bei der Kälteurtikaria entstehen juckende rote Quaddeln und/oder Schwellungen (Angioödeme) auf der Haut, wenn die Haut mit kalten Gegenständen, Flüssigkeiten oder Luft in Kontakt kommt. Die Symptome entstehen meist innerhalb weniger Minuten und zeigen sich nur auf den kalt gewordenen Hautbereichen. Jeder Betroffene von Kälteurtikaria hat eine bestimmte Temperatur, unterhalb dieser die Symptome ausgelöst werden. Ist die Temperatur höher als dieser Schwellenwert, entstehen keine Quaddeln. Dieser Schwellenwert ist individuell und von Patient zu Patient unterschiedlich.

Die Kälteurtikaria wird durch eine Befragung des Patienten (Anamnese) diagnostiziert und durch einen Provokationstest (zum Beispiel mit einem Eiswürfel an der Haut) bestätigt.

Vorsicht bei Kälteurtikaria: Wenn die Haut für eine längere Zeit starker Kälte ausgesetzt ist, zum Beispiel beim Schwimmen im kalten Wasser, kann das zu starken körperlichen Reaktionen führen (u.a. Atemnot, Absinken des Blutdrucks und Bewusstlosigkeit).

Die Behandlung von Kälteurtikaria

Die Behandlung der Kälteurtikaria bedeutet im ersten Schritt, Kälte so gut es geht zu meiden. Wenn es kalt ist, sollten Betroffene warme Kleidung, Handschuhe, Mützen und Schals tragen. Man sollte auf kalte Bäder oder das Schwimmen in kaltem Wasser verzichten und (sehr) kalte Speisen und Getränke meiden. Dies ist ganz wichtig auf Grund der oben genannten Gefahr.

Es gibt Medikamente, die dabei helfen können, besser mit Kälte umzugehen. Bei häufigem Auftreten von Symptomen kann in Absprache mit dem behandelnden Arzt ein Antihistaminikum eingenommen werden, das nicht müde macht. Falls das nicht ausreicht, kann die Dosis bis auf das Vierfache erhöht werden. Sollten die Symptome trotzdem nicht besser werden, gibt es auch andere Medikamente, wie zum Beispiel Omalizumab, die helfen können.

Bei Patienten, die sehr starke Reaktionen auf Kälte haben, wie Atemnot, einen stark abfallenden Blutdruck oder Bewusstlosigkeit, kann es sinnvoll sein, einen Adrenalin-Autoinjektor (Epipen) bei sich zu tragen, als Teil eines Notfallsets.

Weitere Formen der chronischen induzierbaren Urtikaria

Weitere Formen der chronischen induzierbaren Urtikaria sind die solare Urtikaria oder Lichturtikaria (eher selten, auch fälschlicherweise bekannt als Sonnenallergie), die verzögerte Druckurtikaria, die Wärmeurtikaria, cholinergische Urtikaria (Symptome durch Erhöhung der Körpertemperatur / Sport), vibratorische Urtikaria (Vibration) und sehr seltene Formen wie die aquagene Urtikaria (Kontakt mit Wasser).

 

Unser Tipp: Werde zum Experten für deine Nesselsucht Erkrankung
Studien zeigen, wie wichtig es ist, dass Patienten sich umfangreich informieren. Denn informierte Patienten, haben bessere Chancen auf einen Behandlungserfolg.  Daher haben wir die erste digitale Patientenschulung für chronische Nesselsucht ins Leben gerufen – und das mit dem führenden Experten für Urtikaria, Prof. Dr. Marcus Maurer. Lerne, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie du deine Lebensqualität trotz Nesselsucht steigern kannst. 

Herzliche Grüße
Eure Sophia

Autorin: Sophia Neisinger

  • Ärztin am Institut für Allergieforschung der Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Teil des weltweit größten Nesselsucht Spezialzentrums unter Leitung von Professor Dr. Marcus Maurer 

 

 

Quellenangaben:
Zuberbier et al. Deutsche S3-Leitlinie zur Klassifikation, Diagnostik und Therapie der Urtikaria, adaptiert von der internationalen S3-Leitlinie, 2022.

AWMF-Leitlinienregister (013-028).

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